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Gartenmagazin 2015

28 Sommer Sonnenblumen haben das große Talent mit viel positiver Energie auf uns zu wirken. So scheint sie bei- spielsweise stets bemüht, ihre langen Stiele höher unter weiter zu recken, als wäre das einzige Ziel ihrer Existenz, der Sonne eines Tages einen persönlichen Besuch abstatten zu können. An besonders sonnigen Tagen verfolgen ihre Knospen die Son- ne regelrecht von Ost nach West, während sie sich im Laufe der Nacht wieder nach Osten zurückziehen. Entgegen aller Behauptungen wenden sich nicht die anmutenden Blütenköpfe der Sonne zu, sondern nur die Blätter und Knospen. Ihre botanische Bezeichnung, Helianthus annuus, stammt aus der griechischen Mythologie und leitet sich von den Wörtern „helios“ (Sonne), „anthos“ (Blume) und „annus“ (jährlich) ab. Dieser Mythologie nach erzählt man sich, dass einst das ver- liebte Mädchen Clytia von dem Gott Apollo verschmäht wurde. In Ihrem Unglück setzte sie sich nackt auf einen Fel- sen, aß und trank nichts, während sie an neun Tagen zuschaute, wie Apollo seinen Sonnenwagen (die Sonne) über den Himmel bewegte. Dann wurde ihr Herzleid so groß, dass sie sich in eine „Sonnenblume“ verwandelte, die ihre Blüte immer der Sonne zuwendete. Da die heute als Sonnenblume bezeichnete Pflanze allerdings aus Amerika stammt, muss das Gewächs aus der Mythologie vermutlich einer anderen Gattung zugehören. 2015 Die Aussaat der einjährigen Sonnenblumen kann, je nach Sorte, ab März als Vorkultur in Töpfen erfolgen und sollten dann erst Ende Mai, nach den Eisheiligen, ins Freiland umge- setzt werden. Bei einer Aussaat im April, blü- hen Sonnenblumen ungefähr im Juli. Generell ist aber eine Blütezeit bis September bzw. Anfang Oktober möglich. Sie können Sonnen- blumen also noch bis in den Juli wieder neu aussäen. Säen Sie bei schweren, lehmigen Böden ca. 3 cm tief, auf leichten, sandigen Böden 3 – 5 cm. Der Boden sollte in beiden Fällen tiefgründig, humus- und nährstoffreich sein. Der Aussaatabstand liegt bei besonders großen Sorten zwischen 50 - 75 cm. Die Kei- mung erfolgt oft schon nach 10 bis 14 Tagen. Junge Triebe sollten unbedingt mit einem Vlies vor Fraßschäden durch Schnecken und Vögel geschützt werden. Für den endgültigen Stand- ort raten wir Ihnen zu einem sonnigen, wind- geschützten Plätzchen und einer ausreichen- den Wasserversorgung. Zu den großen Vertretern gehören außer der „Elite Sun“, mit einer Höhe von bis zu 2 Metern, auch die besonders dekorative, rote „Claret“. Wem eine Mischung aus beidem gefällt, sollte unbedingt zu der „Ring of Fire“, mit einem nicht klar abgrenzendem, roten Ring um die dunkle Mitte, greifen. Wer sich nicht ganz klar für eine der Dreien ent- scheiden kann, greift zum bunten „Sum- mertime Mix“. Auch wer keinen eigenen Garten hat, vielleicht aber über eine eigene Terrasse oder einen Balkon verfügt, kommt mit den kleineren Pendants „Ballad“, „Pacino“, „Florenza“ und „Ministars“ für Kübel und Töpfe voll auf seine Kosten. Wie so viele Schönheiten wird auch die Son- nenblume oftmals auf Ihre Optik reduziert und damit vollkommen unterschätzt. Dabei sind Sonnenblumen nicht nur optisch ein echtes Highlight, sie sind auch für jede Küche eine echte Bereicherung. Eine oft unterschätzte Schönheit!

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