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Gartenmagazin 2015

11 290243 • Mini Snackgurke • Piccolino 290204 • Ananasbeere • Early Yellow Starkes Wässern einer staub- trockenen Erde führt dazu, dass die Samen einfach wegschwemmen oder sogar faulen. Füllen Sie die Gefäße bis zum Rand mit Erde auf und schütteln das Gefäß noch etwas durch, damit eventuelle Lücken ge­ schlossen werden und auch die Ecken gut gefüllt sind. Im Anschluss drücken Sie die Erde soweit an, dass zum Rand ein Abstand von ca. 1 cm entsteht. Zu der Aussaattiefe gibt es eine allgemeine Faust- regel. Desto kleiner der Samen desto geringer die Aussaattiefe. Große Samen werden direkt in die Erde gesteckt und sind meist Dunkelkeimer. Kleine Samen dagegen sind häufig Lichtkeimer und werden flach auf die Erdoberfläche gelegt und nur vorsichtig angedrückt. Das Lichtkeimer häufig mit gesieb- ter Erde oder Sand abgedeckt werden, dient meist nur dazu eine kontinuierliche Feuchtigkeit für die Samen zu bewahren. Bei Freilandaussaa- ten verhindert es außerdem das Wegwehen durch Wind und dient zur Vogelabwehr. Zu jeder Faustregel gilt allerdings: Ausnahmen bestätigen die Regel! Sollten Sie sich also nicht ganz sicher sein, befolgen Sie einfach die indivi- duelle Aussaatanleitung auf der Rückseite unserer Samentütchen. Um eine konstante Luftfeuchtigkeit zu schaf- fen, können Sie Ihre Aussaatgefäße beispiels- weise mit Klarsichtfolie abdecken. Diesen Effekt nennt man „gespannte Luft“. Wenn Wassertropfen von der Folie rinnen, ist das ein Zeichen für zu hohe Luftfeuchtigkeit. In diesem Fall sollten Sie die Folie teilweise entfernen um für mehr Luftzirkulation zu sorgen. Die Aus- saatdichte also der Abstand von Korn zu Korn ist von der Spezies abhängig. In jedem Fall soll- te immer so viel Abstand zur Verfügung ste- hen, dass sich sowohl die Keimblätter als auch die ersten echten Blattpaare entwickeln können. Bei einer Aus- saat von großen Samen, wie die von Zucchini und Kapuziner- kresse ist es von Vorteil, 2 Samen pro Topf zu säen und die jeweils schwächere Pflan- ze zu entfernen. Für eine optimale Keimung sollte die Aussaat rund um die Uhr, an einem gleichmäßig warmen Ort stehen. Ein beheiztes Gewächshaus ist ideal, gleichermaßen kann aber auch das Fenster- brett genutzt werden. Legen Sie bei kalten Steinfensterbänken Styropor oder ein Hand- tuch als Wärmedämmung unter die Aussaatge- fäße. Im Allgemeinen sind Temperaturen zwi- schen 18-20°C für die meisten Arten optimal, aber einige Arten wie Stiefmütterchen und Salate bilden die viel beschriebene Ausnahme. Diese Arten keimen bei ca. 15-18°C optimal und werden bei Temperaturen ab 20°C auf- wärts in der Keimung sogar gehemmt. Viele mehrjährige Arten benötigen über einen länge- ren Zeitraum sogar sehr niedrige Temperatu- ren von unter 5°C, um die sogenannte Keim- ruhe (Dormanz) zu brechen. Sie benötigen also diesen „Kick“, die so genannte Stratifikati- on um ein Startsignal zur Keimung zu bekom- men. Zu diesen Kalt- bzw. Frostkeimern gehö- ren Waldmeister, Bärlauch, Lenzrosen und Kuhschellen. In der Saatschale wird es nach der Keimung häufig zu eng für die Pflanzen. Nun benötigen Sie mehr Platz um sich optimal zu entwickeln. Das Umsetzen der Jungpflanzen in einen jeweils größeren Topf oder direkt ins Freiland, nennt man Pikieren. Bleiben die Jungpflanzen in einem größeren Gefäß auf dem Fenster- brett stehen, ist es wichtig ausreichend helle Standorte zu finden, damit die Pflanze genü- gend Licht zur Photosynthese hat. Ist das Licht nicht ausreichend, bekommen die Jungpflanzen nur sehr hellgrüne Blätter und werden sehr lang und instabil. Man spricht hier von der sogenannten Vergeilung. Bei Tomatenpflanzen können Sie die Triebe einfach etwas tiefer ein- pflanzen. Sie sind in der Lage Seitenwurzeln zu bilden. Bei den meisten anderen Pflanzen haben Sie da weniger Glück. Setzen Sie die Pflanzen von der Saatschale direkt ins Freiland, sollten die jungen Pflanzen zunächst abgehärtet werden und nur langsam an die neuen Tempe- ratur- und Lichtverhältnisse gewöhnt werden. Stellen Sie die jungen Pflanzen vorerst nur stundenweise in den Halbschatten und dann in die Sonne. Nach 2-3 Tagen können die Pflan- zen dann an ihren endgültigen Standort ziehen. Werden Jungpflanzen sofort in die volle Sonne gestellt, verbrennen die Blätter. Sie sehen ver- trocknet aus und bekommen helle Stellen. Die Blätter fallen ab und unter Umständen stirbt die gesamte Jungpflanze. Achten Sie bei frostempfindlichen Pflanzen bitte auf die Nachttemperaturen. Warten Sie bei solchen Pflanzen unbedingt die Eisheiligen ab, bevor Sie ins Freiland umsiedeln. Da das Wurzelsystem der jungen Pflanzen noch nicht vollständig ausgebildet ist, sollten Sie nur vorsichtig gießen, Staunässe vermeiden und auf Dünger vollständig verzichten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und vor allem Erfolg für die neue Saison. Dormanz: Dormanz ist eine natürliche Keimruhe – eine Überlebensstrategie der Pflanze, damit nicht alle Samen zugleich keimen und bei ungünsti- gen Umweltbedingungen gesichert ist, das einige Nachkommen überleben. 290209 • Topfaubergine • Ophelia 292046 • Schwarzäugige Susanne • Pastellmischung NEU

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