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Gartenland Katalog

36 Die Kürbisfans wissen es schon lange: der Kürbis ist in der Küche vielseitig, wie kaum ein anderes Gemüse. Durch seine enorme Sortenvielfalt kann man ihn braten, grillen, dünsten, überbacken, kochen, einlegen und pürieren. Ob süß oder pikant zubereitet – er ist immer ein Gaumen- schmaus. Damit die Kürbispflanze Früchte trägt, die unse- ren Gaumen erfreuen, sind die richtige Auswahl des Stand- orts und die Pflege enorm wichtig. Die Pflanzen benötigen viele Nähstoffe und viel Platz. Deshalb fühlt sich der Kürbis an einem sonnigen Plätzchen, in der Nähe eines Kompost- haufens am wohlsten, wo er mit seinen Wurzeln von den „Sickersäften“ profitieren kann. Zusätzlich können Sie die Pflanzlöcher mit altem, verrottetem Mist auffüllen. „Warum trägt meine Kürbispflanze keine Früchte“, ist eine der häufigsten Fragen. Sie sollten wissen, dass Kürbisse zu den zwei- häusigen Pflanzen zählen. Das heisst, sie verfügen über männliche und weibliche Blüten auf einer Pflanze. Dabei sind die männlichen Blüten, die keine Früchte tragen, in der Überzahl. Sie blühen auch später. Weibliche Blüten haben einen kleinen Kürbis hinter der Blüte, der abfällt wenn er nicht befruchtet wurde. Zur Befruchtung sind unbedingt Bienen oder Hummeln notwendig. Für die Zucht rekordverdächtig, großer Kürbisse eignet sich beson- ders die Sorte „Atlantic Giant“. Rechnen Sie für die Anzucht von Riesenfrüchten 10 qm Platz für die Pflanze ein. Wenn Sie einen Rie- senkürbis züchten möchten, dürfen Sie nichts dem Zufall überlassen. Am besten ist, eine Frucht pro Pflanze heranreifen zu lassen, der Sie ihre ganze Aufmerksamkeit schenken. Für diese Frucht wird eine weibliche Blüte ausgewählt, die etwa 1,5-2 Meter von der Haupt- wurzel (Pflanzstelle) entfernt ist. Die ausgewählte Blüte darf noch nicht bestäubt sein, deshalb am besten eine noch nicht geöffnete Blüte mit einem Stück Vlies umhüllen. Wenn die Blüte sich öffnet, wird mit einer männlichen Blüte einer anderen Pflanze bestäubt und wieder Insektensicher verschlossen. Während der Fruchtwachstum- sphase achten Sie unbedingt auf eine gleichmäßige Wasserversor- gung während heißer Tage. Ebenso ist eine flüssige Düngergabe wöchentlich mit einem kalibetonten Dünger sinnvoll. Desweiteren sollten Sie ihren Zögling auch vor den Witterungseinflüssen schüt- zen. Eine (ausreichend große) Styroporplatte schützt ihn gegen Bodenkälte. Mit einem Überbau aus Folie kann auch ein Hagelschau- er ihrem Schützling nichts anhaben. Bei allen Tipps und Ratschlägen zur Aufzucht eines rekordverdächtigen Kürbisses ist natürlich auch der Faktor Glück entscheidend über Erfolg oder Misserfolg. Kürbisse und ihre Verwandten wie Zucchini, Melone und Gurken sind auch bei noch so guter Pflege anfällig für viele Krankheiten und Schädlinge. Echter Mehltau, der durch häufigen Wechsel zwischen feuchter und trocken-heißer Witterung auftreten kann, ist an weiß-mehligen Belägen zu erkennen. Daneben tritt ebenso der Falsche Mehltau auf. Er verursacht gelbe Flecken blattseits und Pilzrasen an der Unterseite der Blätter, die in Folgedessen abster- ben. Hellbraune Flecken, die später herausfallen werden durch die Brennfleckenkrankheit verursacht. Der Grauschimmel lässt Blätter und Früchte ganz oder teilweise absterben, Spinnmilben befallen die Blätter, die dann wie weiß gesprenkelt aussehen. Sie vergilben und vertrocknen, wobei die Blattadern länger grün bleiben. An diesen sind die feinen Ge­ spinste der Spinn- milben deutlich erkennbar. Bei war­­­mem Wetter treten weiße Flie- gen massenhaft auf. Die Grüne Gurken- blattlaus kann auch den Kürbis befallen und überträgt oft das Gurkenmo­saik- Virus. Was können Sie gegen diese Schädlinge und Krankheiten tun? Um dem Echten Mehltau zu vermeiden, sollten Sie widerstandfähige Sorten anpflanzen. Des Weiteren ist es ratsam, die Kürbisse bei Trockenheit frühmorgens von unten zu giessen. Bei der Vorbeugung gegen falschen Mehltau, bzw. Grauschimmel gilt es die Blätter tro- cken zu halten, die Pflanzen nicht zu eng setzen, oder auszulichten und ausgewogen mit Langzeit- oder organischen Dünger versorgen. 21788 • Zierkürbis Essbare Spezialmischung

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