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Gartenland Katalog

24 An dieser Stelle geben wir Ihnen gerne ein paar Tipps für eine erfolgreiche Aussaat. Wertvolle Rat- schläge für die Anzucht von eigenem Gemüse oder der prächtigen Blumendekoration rund um das Gartenjahr. Gerne beantworten wir die wich- tigsten Fragen zur Aussaat und Anzucht: Welche Aussaaterde ist am besten geeignet? Verwenden Sie bei der Vorkultur grundsätzlich frische Aussaaterde, die auch als solche gekenn- zeichnet ist, denn diese ist nicht gedüngt und keim- frei. Saubere Aussaatgefäße sollten auf jeden Fall einen Abzug für das Wasser haben, um Staunässe zu vermeiden. Was ist Staunässe? In wasserdichten Pflanzbehältnissen sammelt sich überschüssiges Wasser in der Erde um den Wur- zelbereich und lässt die Pflanzen somit verfaulen. Oft schlägt die sogenannte „Umfallkrankheit“ zu. Sämlinge verpilzen so schon im Frühstadium und auch Topfblumen oder Pflanzen in anderen was- serdichten Behältnissen können bei übermäßigem Gießen von Staunässe betroffen sein. Wie kann Staunässe vermieden werden? Befüllen Sie sämtliche Pflanzgefäße abhängig von der Größe, zuerst mit einer proportional dicken Schicht von Steinen, Kies und/oder Tonscherben als Dränage. Wie mache ich Saatgut griffiger? Oft ist das Saatgut so fein, dass es sich gleichmäßiger aussäen lässt, wenn man es vorher mit Sand mischt. Wann sollte ich Saatgut vorquellen? Bei hartschaligem Saatgut wie zum Beispiel Edel- wicken oder Lupinen kann es ratsam sein, es vor der Aussaat über Nacht in Wasser einzuweichen. Es keimt dann leichter. Was sind Dunkel- oder Lichtkeimer? Lichtkeimer sind etwa Basilikum und Stevia, Petunien, Vanilleblume, Fleißiges Lieschen oder Lobe­lien. Sie werden nicht mit Erde bedeckt, sondern nur leicht angedrückt. Sie benötigen viel Licht zum kei- men! Dunkelkeimer werden dagegen vollständig mit Erde bedeckt. Wie schaffe ich optimale Bedingungen für die Vor- kulturen? Tomaten, Paprika, Stevia und Auberginen benötigen anfangs konstant hohe Temperaturen um 22-25°C zur Keimung, können aber, sobald die Pflänzchen sich entwickeln, ruhig etwas kühler ste- hen. Zu früh im Jahr sollte auch im Warmen nicht ausgesät werden, denn es ist nicht genügend Tages- licht vorhanden. Die Keimlinge oder Pflänzchen würden „vergeilen“. Sie sind zu schwach und dro- hen, umzufallen. Auch zu späte Aussaat führt nicht zum gewünschten Ergebnis. Die Sommerblumen blühen erst spät und die Gemüseernte wird nicht üppig ausfallen. Beachten Sie bitte unbedingt die Aussaattipps auf der Rückseite aller Tüten, denn dort steht immer, wann der günstigste Aussaat- zeitpunkt ist. Damit die Saat nicht austrocknet, bitte das Aussaatgefäß mit Folie abdecken, um so einen Gewächshauseffekt zu erzielen. Was sind Kaltkeimer? Arten wie Bärlauch, Waldmeister (und viele mehr- jährige Pflanzen) sind Kaltkeimer, die nur nach einem Kältereiz keimen können. Häufig keimen solche Pflanzen erst im folgenden Jahr, wenn sie spät ausge- sät wurden. Beachten Sie bitte immer die empfohle- nen Aussaattemperaturen auf jeder Tütenrückseite. Was muss ich bei Tomatenpflanzen beachten? Tomaten sollten nie direkt dem Regen ausgesetzt sein, sondern an einem warmen und geschützten, sonnigen Plätzchen, zum Beispiel vor einer Mauer in Südlage, in lockerer, nährstoffreicher Erde ste- hen, wo sie immer nur an den „Füßen“ Wasser bekommen. In einem windgeschützten, Gewächs- haus sollte durch gelegentliches Schütteln der Pflanze die Selbstbestäubung unterstützt werden, damit sie genügend Früchte ansetzt, da Insekten meist fehlen. Bei Tomaten handelt es sich um Starkzehrer, d. h. Sie sollten regelmäßig düngen! Ab wann ist Direktsaat sinnvoll? Nach den Eisheiligen im Mai können alle, auch die frostempfindlichen Gewächse, direkt draußen ausgesät werden. Im Spätsommer ist die beste Aussaatzeit für Stauden und zweijährige Blumen wie Stiefmütterchen und Hornveilchen. Die meisten Stauden sind Lichtkeimer, die Zahl der Dunkelkei- mer ist eher gering. Günstigster Aussaattermin ist meist, wenn der Samen auch in der Natur gereift ist. Da aber viele Staudensamen Kaltkeimer sind, keimt vieles erst nach einer Frostperiode im Winter. Wie kann ich meine Direktsaat schützen? Bei Direktsaat im Garten können Sie Ihre Beete mit Netzen oder Folien gegen Vogelfraß und Schnecken schützen. Manchmal wundert man sich auch, dass Saatgut einfach verschwindet. Hier sind dann oft Mäuse oder Käfer am Werk, denen die Saat oder die jungen Keimlinge auch gut schmecken! Deshalb ist es oft ratsam, doch in Vorkultur auszusäen und später die jungen Keimlinge zuvereinzeln und vor- sichtig auszupflanzen. Wie verlängere ich die Saison? Bis in den Herbst hinein können Sie alles ernten, was den Sommer über wachsen konnte. Radies- chen können im September noch für die späte Ernte gesät werden! Gleiches gilt auch für Feldsalat, der dann im Winter geerntet werden kann. Vor dem ersten Frost können Sie Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch ausgraben und eintopfen, damit Sie den ganzen Winter frische Kräuter auf der Fensterbank zur Verfügung haben. Wie lange ist mein Saatgut eigentlich halt­bar und aussaatfähig? Saatgut ist ein lebendes Gut, das durch die unter- schiedlichen Umweltfaktoren beeinflusst wird. Wichtig für die Aufbewahrung ist eine kühle und trockene Lagerung. Bei der Abfüllung werden die meisten Sorten daher in einer speziellen Keim- schutzpackung verpackt. Diese gewährleistet den optimalen Schutz des Saatgutes vor allem gegen Feuchtigkeit. Während weder zu hohe noch zu tiefe Temperaturen die Keimfähigkeit stark beeinflussen, ist es gerade die Feuchtigkeit, die das Saatgut dazu bringt, innerlich mit dem Keimungsprozess zu beginnen. Stoppt dann die Feuchtigkeitszufuhr, stirbt der gerade beginnende Keimling schon im Saatkorn ab. Dies ist dann nicht von außen zu sehen, führt aber dazu, dass die Saat nicht aufgeht. Wir empfehlen daher, möglichst das ganze Saatgut im ersten Jahr aufzubrauchen. Sollten Sie dennoch Saatgut lagern wollen, achten Sie auf eine gleichblei- bende Temperatur und den Schutz vor Feuchtigkeit. Gerade in einem Keimschutzbeutel kann es vor- kommen, dass sich durch Temperaturunterschiede Kondenswasser bildet dass dann die Keimfähigkeit negativ beeinflusst. Bei einer hermetisch geschlosse- nen neuen Packung ist dies in der Regel nicht der Fall.Ungeöffnet ist solch eine Packung je nach Art bei richtiger Lagerung über mehrere Jahre haltbar. Das MHD ist auf jeder Tütenrückseite aufgedruckt. Oft ist Saatgut jedoch bis weit über diesen Zeitraum hinaus aussaat- und keimfähig! Radieschen, Gurken oder Zucchini beispielsweise 4 bis 6, Tomaten sogar bis zu 8 Jahren! Gut  zu  wissen!

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