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Gentechnik und F1-Hybriden Vorherige Seite ...

Gentechnik

In unseren Sortimenten werden keine gentechnisch veränderten Saatgut-Sorten eingesetzt. Wir können Ihnen versichern, dass wir grundsätzlich nur Sorten aus traditioneller Zucht anbieten. Insbesondere unser BIO Saatgut unterliegt sehr strengen Kriterien. Unseres Wissens dürfen auf dem deutschen Saatgutmarkt nur Futter-Mais und Soja aus gentechnisch veränderten Beständen zur landwirtschaftlichen Nutzung vertrieben werden. Dieses Saatgut wird im "normalen" Lebensmittelhandel oder im Gartencenter jedoch nicht vertrieben. 

F1 Hybriden

"F1-Hybriden" steht auf vielen Saatguttüten. Dies ist ein Begriff aus der Vererbungslehre von Gregor Mendel und bedeutet erste Tochtergeneration "Filiale 1". Am folgenden Beispiel, bei dem die Merkmale "intermediär" vererbt werden, wird das Prinzip deutlich. Kreuzt man eine reinerbige, rot blühende Pflanze mit einer reinerbigen, weiß blühenden Pflanze, erhält man ausschließlich Nachkommen mit der Blütenfarbe rosa. Doch was bedeutet dies für den Freizeitgärtner?

Erst wenn das Erbgut von "Mutter" und "Vater" ganz bestimmte Eigenschaften aufweist, ist ein Erfolg garantiert. Die bei der Kreuzung der beiden Eltern entstehenden F1-Hybriden zeigen alle einheitlich die gewünschten Merkmale. Die Samen der F1-Hybriden sind meist wesentlich teurer als normales Saatgut. Das resultiert aus der langwierigen und aufwändigen Selektionszüchtung, die notwendig ist, um geeignete Eltern zu erhalten. Auch die Vermehrung und die Gewinnung des Saatgutes ist aufwändiger, da sichergestellt werden muss, dass sich ausschließlich die selektierten Eltern fortpflanzen. 

Die F1-Hybriden sind zur Freude der Freizeitgärtner, meist widerstandsfähiger, wüchsiger, versprechen eine üppigere Ernte oder imposantere Blüten. Auch diese Hochleistungspflanzen müssen allerdings im Garten ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Ansonsten wird sich die Ernte nicht wesentlich von den "normalen" Sorten unterscheiden. 

Vor der Entstehung von Samen findet wieder eine Bestäubung statt. Das Erbgut wird mit dem der Partnerpflanze neu kombiniert. Das muss jeder wissen, der selbst Samen gewinnen möchte. Die vorteilhaften Eigenschaften der F1-Pflanzen können bereits in der F2-Generation nicht mehr voll ausgeprägt sein.